Holztreppe knarrt

Holztreppe entknarren – So geht’s

Eine Holztreppe ist ein wunderschönes Naturprodukt, doch sie neigt leider dazu, zu arbeiten. Dies geschieht durch die Fähigkeit des Holzes Wasser zu speichern, dadurch dehnt es sich aus. Trocknet es dann wieder, zieht es sich zusammen und Risse können zurückbleiben. Dies ist im Grunde nicht zu verhindern und man kann auch den Treppenbauer nicht dafür verantwortlich machen. Im Laufe der Jahrhunderte haben die Menschen zahlreiche Tricks entwickelt, wie man das Knarren der Holztreppe beseitigen kann.

Großmutter kennt den Kniff

Unsere Großmütter haben die Holztreppe mit Schmierseife gewischt. Dabei nimmt man nicht wie üblich, mit Wasser verdünnte Schmierseife, sondern das pure Produkt und schmiert damit die knarrenden Stellen ein. Dies muss aber zu Beginn drei- bis viermal und später von Zeit zu Zeit wiederholt werden. Weil Schmierseife auf einer Treppe natürlich prinzipiell keine gute Idee ist, geriet dieser Trick in Vergessenheit. Man sollte also jegliche Reste der Schmierseife, die das Holz nicht aufgesogen hat, sehr gut entfernen, um Unfälle zu verhindern. Viele empfehlen, einen Nagel in die knarrende Stufe zu schlagen, um die Bewegung der Stufe zu verhindern, die das Knarren auslöst. Wer aber seine schöne Holztreppe nicht ruinieren will, sollte dieses Manöver doch lieber einem Fachmann überlassen.

Lücken und Ritzen auffüllen

Haben Sie eine Treppe mit Auflagestufen, die aneinander oder auf der Auflage knarren, können Sie dünne Gummistreifen unterlegen. Ist es nur eine kleine Stelle, reicht sogar ein gutes Gummiband oder ein Weckglasgummi. Ansonsten ist für längere und größere Problemzonen farbloses Silikon die wohl beste Lösung. Einige Opfer von knarrenden Treppen schwören auf Epoxidharz, das in die Ritzen geschmiert wird. Dies muss aber länger aushärten und riecht sehr unangenehm. Wer eine völlig natürliche Lösung will, nimmt echtes Bienenwachs und schmiert damit die Lücken und Ritzen zu. Leider ist die Variante nicht unbedingt billig und hält auch nicht für die Ewigkeit.

Treppe streichen

Treppe streichen – Schöner denn je

Will man nicht nur kleine Macken ausbessern, sondern die alte Holztreppe komplett neu streichen, ist einiges zu beachten. Schließlich will man meist trotzdem in das obere Stockwerk gelangen können und nicht warten, bis die neue Farbe der Holztreppe getrocknet ist. Wer die Treppe in einer völlig neuen Farbe streichen will, muss zuvor den Lack vollständig abtragen und oft in mehreren Schichten streichen. Möchte man aber die Holztreppe nur mit einem neuen Klarlack versiegeln, wird meist eine Schicht ausreichend sein. Doch auch die muss trocknen, je nach verwendeter Farbe kann dies bis zu drei Tage dauern.

Jede zweite Stufe streichen

Einer der praktikabelsten Tipps zum Streichen einer Holztreppe, die weiterhin benutzt werden muss, ist es wohl, zunächst jede zweite Stufe zu streichen und diese zu markieren. Nach der Trocknung kann man dann die jeweils ausgelassene Stufe streichen. Doch die Vorarbeiten sollte man keinesfalls auf diese Art durchführen. Alle Schleifarbeiten müssen in einem Gang erledigt werden, um nicht die bereits gestrichenen Stufen wieder zu ruinieren. Nach dem Abschleifen klebt man Pappe auf jede zweite Stufe. So kann in die durch das Schleifen geöffneten Poren des Holzes kein Schmutz eindringen. Will man zum Schluss die getrockneten Stufen nutzen, um die ausgelassenen Stufen anzustreichen, klebt man auf die fertigen Stufen für die Dauer der Arbeiten Pappe. Anderenfalls könnten Spritzer des Lacks darauf gelangen. Außerdem sind die frisch gestrichenen Stufen auch nach dem Trocknen noch eine Weile empfindlich.

Schnell trocknende Farbe für die Holztreppe

Wer diesen Aufwand scheut, kann besonders schnell trocknende Farbe kaufen, um die Holztreppe zu streichen. Aber obwohl diese Farbe oft deutlich teurer ist, hält sie dennoch meist nicht so lange. Besonders auf einer viel genutzten Treppe wird man dann die Arbeit bald wiederholen müssen. Außerdem muss sie in der Regel länger trocknen als angegeben, wenn man sie auf einer Holztreppe verwendet.

Treppenhaus gestalten

Gestaltungsmöglichkeiten für das Treppenhaus

Die Wohnraumgestaltung muss nicht erst hinter der Wohnungstür anfangen. Einige Besitzer von Mehrfamilienhäusern beginnen schon im Hausflur mit einem gewissen Wohnambiente. So können dort Teppichböden verlegt werden, der Wandanstrich und die Wanddekoration eher ansprechend gestaltet und  die einzelnen Treppenabsätze mit kleineren Möbelstücken oder Pflanzen verziert werden.
Eigenheimbesitzer gestalten ihren Hausflur fast immer wie einen Wohnraum.

Was bei der Treppenhausgestaltung beachtet werden muss

Bei der Gestaltung ist zum einen zu beachten, dass keine Stolperfallen entstehen. Teppichboden sollte daher fachgerecht verlegt und die Treppen mit Schienen gesichert sein. Für den Boden sollte unempfindlicher Teppichbelag verwendet werden, da viele Füße auf ihm auf und ab laufen. Eine große Auswahl an Bodenbelägen, unterschiedlichster Art, auch für Treppenhäuser, findet man auf: http://ww.teppich-stark.de. Nischen in Treppenabsätzen bieten sich für Pflanzen und kleinere Möbelstücke an, sollten jedoch niemals den Durchgang verhindern. Auch sollte ein Fluchtweg, bei einem Brand etwa, immer ohne Hindernisse gegeben sein. Die richtige Wanddekoration ist aus abriebsicherer Farbe und wird am Besten in dezenten Farben aufgetragen. Dabei ist es einerlei, ob es sich um einen einfarbigen Wandanstrich oder einen Anstrich mit Absätzen oder Mustern handelt. Eine optische Vergrößerung des Flurs erreicht man z. B. durch farbige Absätze.

Dekorationen im Treppenhaus

Die Besucher des Hauses erhaschen ihren ersten Einblick im Treppenhaus. Wie schön ist es da, wenn auch das Treppenhaus wie ein Wohnraum gestaltet wird? Dies ist mit wenig Aufwand möglich. Wenn die Treppenabsätze großzügig angelegt sind, kann man auf den einzelnen Etagen zum Beispiel Sitzmöglichkeiten, die das Erreichen der oberen Etagen erleichtern, unterbringen. Auch einige ausgewählte Bilder an den Wänden und jahreszeitliche Wanddekorationen verleihen dem Treppenhaus ein gewisses Ambiente und lassen es wohnlicher erscheinen. Ein Schuhregal im Parterre aufgestellt und ein Hinweis auf vorhandene Einweg-Pantoffeln, lassen so manchen Besucher den Dreck nicht durch das ganze Haus tragen. So etwas ist nicht nur in Eigenheimen möglich. Helle Lampen bei kleinen Hausfluren sorgen für die entsprechende Ausleuchtung und lassen das Treppenhaus größer erscheinen.

Man kann viel tun, sollte nur Ideen haben und gewisse Regeln beachten.

Treppenplanung

Treppenplanung – So gelingt die neue Treppe

Beinahe täglich gehen Sie auf Ihnen, ohne sich darüber Gedanken zu machen: Treppen in den unterschiedlichsten Varianten. Erst wenn ein Haus geplant oder eine Renovierung bevorsteht, befassen sich die meisten Bauherren mit dem Thema Treppe.

Doch was genau ist eine Treppe und was muss bei der Planung in den eigenen vier Wänden berücksichtigt werden? Der folgende Treppenratgeber gibt zukünftigen Bauherren einen Überblick zum Thema Treppenplanung. Denn eine Treppe dient nicht nur einfach dazu, die Stockwerke im Gebäude miteinander zu verbinden. Sie trägt auch eine wichtige Rolle als gestaltendes Element in den Räumlichkeiten.

Allerdings sind sich Bauwillige dieser Wichtigkeit meist nicht bewusst und so werden viele Fehler bei der Planung von Treppen begangen, die durch die Beschaffung richtiger Informationen vermieden werden kann. Auch wichtige Richtlinien und Verordnungen sind nicht bekannt, was jedoch schnell zu Sicherheitsmängeln an Ihrer Treppe führen kann.

Damit Sie die passende Treppe für Ihr zukünftiges Zuhause finden oder eine renovierungsbedürftige durch eine neue Variante ersetzen können, sind hier die wichtigsten Informationen in einem Ratgeber zusammengefasst. Hier finden Sie nützliche Tipps vom Fachmann zur optimalen Planung aller Treppenteile sowie für den eigentlichen Platzbedarf, damit Ihre Treppe auch zu Ihren Wünschen passt!

Treppenlexikon

Kleines Treppenlexikon – Von Antritt bis Zwischenpodest

Eine Treppe als solches setzt sich aus den unterschiedlichsten Elementen zusammen. Diese können in ihrer Form und Gestaltung variieren und tragen so zur Gesamtoptik und -Wirkung eines Treppensystems bei. Dennoch besteht eine Treppenkonstruktion immer aus folgenden Grundelementen:

  • Als Treppe oder auch Stiege wird die Aneinanderreihung von Stufen bezeichnet, die zusammen einen Auf- oder Abgang bilden. Eine Treppe dient dazu, Höhenunterschiede in Gebäuden zu überwinden und das mit möglichst hohem Komfort. Dabei lassen sich unterschiedliche Treppen unterscheiden.
  • Ein Podest kann einen geraden Treppenlauf unterbrechen. So wird besonders bei einer großen Stufenanzahl das Begehen erleichtert. Nach spätestens 18 Stufen sollte ein solches Podest eingeplant werden.
  • Stufen sind die Teile einer Treppe, auf denen die Benutzer hinauf- und hinabgehen. Diese gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen. Als Setzstufe wird das senkrechte Verbindungsteil zwischen Trittstufen bezeichnet.
  • Ein Handlauf wird verwendet, um einen bequemeren Gang auf der Treppe zu ermöglichen. Dieser sollte möglichst einen geometrischen Querschnitt aufweisen. Er kann sowohl am Geländer als auch an der Wand angebracht werden.
  • Mit dem Geländer erhält die Treppenkonstruktion eine Absturzsicherung. Je nach Absturzhöhe muss das Geländer ein entsprechendes Maß aufweisen. Zudem muss es so gestaltet werden, dass Kinder nicht darüber steigen können.
  • Pfosten stärken das Geländer und nehmen die Kräfte, die auf den Handlauf wirken. Auch diese Teile können unterschiedlich gestaltet werden.
  • Wangen dienen als Halt für die Stufen und können an diesen seitlich oder unterhalb angebracht werden.
  • Das Ende der Treppe wird als Austritt bezeichnet. Hier findet die Austrittstufe ihren Platz, die schmaler gehalten ist als die anderen Stufen. Der Antritt stellt das Gegenstück dar.

Diese Elemente ergeben zusammen eine Treppenkonstruktion. Durch die geschickte Gestaltung von Design und Form können Sie mit den einzelnen Teilen Ihre individuelle Treppe planen und fertigen lassen.

Treppen verkleiden

Treppenverkleidung – Ein kleiner Materialführer

Durch die tägliche Nutzung der eigenen Treppe kann diese im Laufe der Zeit unschön aussehen und entsprechende Gebrauchsspuren aufweisen. Sollte eine Treppe nach einigen Jahren abgenutzt wird, können Sie eine Treppenverkleidung anbringen und so die Abnutzspuren beseitigen. Eine Treppenverkleidung gibt dem Material darunter zusätzlichen Schutz. So können Sie gerade bei empfindlicheren Treppen auch für eine längere Lebensdauer sorgen und bereits im Vorfeld für ein minimales Abnutzungsbild sorgen. Eine solche Treppenverkleidung können Sie zudem kostengünstiger austauschen, als eine gesamte Treppe.

Die günstigen Varianten: Teppich oder PVC

Die bekannteste Art eines Treppenbelages sind Matten aus Teppich, die einfach mit doppelseitigem Klebeband auf die Stufen geklebt werden. So entsteht eine feste Verbindung mit der Treppe, die zusätzliche Rutschsicherheit bietet. Auch Teppich in Bahnen eignet sich, um die Stufen wieder zu verschönern. Hier ist der Verlegeaufwand jedoch wesentlich höher, als bei einfachen Matten. Beide Varianten erhöhen zudem den Schallschutz.

Als Treppenverkleidung können Sie auch PVC oder Linoleum verlegen. Dieser wird mit speziellem Kleber und einer speziellen Spachtelmasse zum Ausgleich auf die Stufen geklebt. Um die Stufenkanten gerade werden zu lassen, sind Winkel aus Metall oder anderen Materialien zu empfehlen. Wangentreppen können auf diese Weise vollständig neu gestaltet und unschöne Stellen abgedeckt werden. Vorteilhaft bei diesem Material sind die guten Pflegeeigenschaften.

Wohnlich-elegant: Holz und Fliesen

Auch Laminat oder Vollholzelemente können Sie bei Verschleißerscheinungen für Treppenelemente herannehmen. Die einzelnen Teile müssen aus Maß geschnitten und anschließend sauber auf den Treppenstufen verlegt werden. Für die Trittkante muss eine entsprechende Schiene mit verbaut werden. Diese kann verdeckt oder sichtbar sein. Fixiert werden die einzelnen Teile für die Treppenverkleidung mit Montagekleber, der entsprechend verarbeitet sein muss.

Auch Fliesen eignen sich als Treppenverkleidung. Natursteinfliesen oder solche aus Keramik sind äußerst robust und pflegeleicht. Erhältlich sind Fliesen in unterschiedlichen Größen. Vorzugsweise sollten immer möglichst große Elemente auf der Treppe angebracht werden. Verlegefugen bedeuten einen deutlichen Mehraufwand, und sehen zudem optisch nicht immer gut aus. Auch Feuchtigkeit ist bei dieser Treppenverkleidungsvariante kein Thema, denn im Gegensatz zu Holz oder Laminat sind Fliesen unempfindlich und brauchen keine zusätzliche Pflege. Ebenfalls können Sie eine Treppenverkleidung Glas oder Metall in Betracht ziehen.

Hierauf sollten Sie achten

Treppen aus Beton werden meist noch mit entsprechenden Treppenverkleidung ausgestattet, denn eine reine Betontreppe passt meist nur in moderne Wohnstile. Doch egal für welche Variante Sie sich entscheiden: Wichtig ist bei der Auswahl des passenden Treppenbelages, dass die Sicherheit der Treppe nicht beeinträchtigt wird. Der Mix aus verschiedenen Materialien kann einen besonderen Reiz ausmachen.

Wenn Sie sich für eine bestimmte Treppenverkleidung entscheiden, müssen Sie darauf achten, dass dieser auch zum bereits vorhandenen oder geplanten Untergrund passt. Holz beispielsweise ist ein natürlicher Werkstoff, der arbeitet. So können darauf verarbeitete Treppenverkleidungen reißen und Schaden nehmen. Daher sollten Sie die Treppenverkleidung mit Bedacht auswählen und sich bei Unsicherheiten von Ihrem Fachmann beraten lassen, um spätere Kosten zu vermeiden.

Treppenarten Treppenformen

Treppenarten – Die richtige Treppe für jeden Geschmack

Treppen können auf unterschiedliche Art und Weise eingeteilt werden. Zum einen lässt sich dies nach ihrem Einsatzort vornehmen, zum anderen auch nach dem verwendeten Material. Auch eine Einteilung der Treppenarten nach Form und Konstruktion ist möglich. Ebenso unterscheiden sich Treppen nach Haupt- und Nebentreppe. Üblicherweise wird die Treppenform jedoch nach dem Grundriss unterschieden.

Bei der Planung einer geeigneten Treppe im Wohnraum ist vor allem der Grundriss wichtig, denn dieser entscheidet, wie sicher und vor allem komfortabel Sie von einem Stockwerk ins nächste gelangen. Daher sollte der Grundriss immer möglichst großzügig bedacht werden. Bei der Ermittlung des entsprechenden Platzbedarfs werden jedoch oftmals Fehler gemacht, die jedoch vermieden werden können. Zudem müssen alle Vorschriften und Richtlinien eingehalten werden.

Die Grundrissformen im Überblick

Treppen lassen sich auch anhand von Grundrissen in verschiedene Ausführungen einteilen. Die einfachste Treppenform ist die geradläufige Treppe, die auch als Urform bezeichnet wird. Der benötigte Platz den eine solche Treppe einnimmt, liegt höher als vielfach angenommen. Daher eignet sich eine solche Treppenform nur, wenn auch der entsprechende Platz gegeben ist. Wird eine gerade Treppe mit einem Podest ergänzt, handelt es sich um eine Podesttreppe. Ein solches Element empfiehlt sich aus Gründen der Bequemlichkeit nach spätestens 18 Stufen. Auch hier ist der Platzbedarf höher als bei anderen Varianten, doch sowohl geradläufige als auch Podesttreppen gelten als äußerst sicher.

Gewendelte Treppen eignen sich vor allem dann, wenn Platz eingespart werden muss. Bei dieser Treppenart wird der Treppenlauf um ein Zentrum gezogen um eine entsprechende Laufrichtung zu erhalten. Vor allem in Ein- und Zweifamilienhäusern sind solche Treppen zu finden. Entsprechend der gewendelten Form bekommt die Treppe dann auch ihren Namen. Neben viertelgewendelten Varianten sind auch halbgewendelte Formen möglich. Die Stufen sind bei diesen Treppen immer gezogen und die Antritte besonders am Treppenauge sehr schmal. Eine Sonderform der gewendelten Treppen stellt die Dreiviertelgewendelte dar. Diese Treppenart ist ähnlich einer Spindeltreppe, kann jedoch erheblich bequemer begangen werden. Diese ist, sofern es möglich ist, einer Spindelform vorzuziehen.

Spindeltreppen sind Treppenkonstruktionen, die besonders wegen Ihrer Optik beliebt sind. Wird diese Treppenart als notwendige Treppe geplant, so muss die nutzbare Laufbreite ein Mindestmaß von 80 Zentimetern aufweisen. Dient die Spindeltreppe als zusätzliche Treppe, kann die Laufbreite entsprechend kleiner ausfallen. Bewusst werden muss Ihnen dabei jedoch, dass bei schmaleren Maßen die Sicherheit abnimmt.

Eine gestalterische Augenweide sind Bogen- und Polygonaltreppen. Diese geschwungenen Treppen brauchen relativ viel Platz und sind daher nur in großräumigen Räumlichkeiten zu empfehlen. Zudem ist die Planung einer solchen Treppenform mit einem erheblichen Aufwand verbunden. Da die Stufen meist durchgehend verzogen werden müssen, ist ein entsprechend handwerkliches Knowhow notwendig.

Die Auswahl der richtigen Treppenart

Die eigene Treppe muss auch zum gesamten Planungskonzept des Hauses passen, denn sie stellt ein wesentliches Gestaltungselement dar. Daher sollten Sie bereits von Beginn der Planungsphase auch das Thema Treppe mit einbeziehen. Die richtige Auswahl der Treppenart richtet sich vor allem danach, wie viel Platz Sie in Ihrem Bauplan dafür vorsehen. Sinnvoll kann sein, verschiedene Varianten vorab zu besichtigen. So können Sie sich auch einen Überblick über mögliche Materialien und Kombinationen schaffen. Denn diese wirken bei jeder Treppeform anders. Neben Ihrem persönlichen Geschmack sollten Sie jedoch auch die Funktionalität sowie die eigene Sicherheit nicht aus den Augen lassen. Wenn Sie all diese Aspekte miteinander vereinen, dann finden Sie die für sich passende Treppe.

Treppenpodest

Treppenpodest – Die Verschnaufpause richtig geplant

Ein Treppenpodest wird eingebaut, um das Begehen der Treppe bequem zu ermöglichen. Ebenso dient es der eigenen Sicherheit, aber auch um die Laufrichtung zu beeinflussen. Zudem dienen solche Zwischenabschnitte als Ruheebene, die ein bequemes Begehen der Treppe ermöglichen sollen. Daher sollte spätestens nach 18 Steigungen ein Treppenpodest eingeplant werden. Dies ist jedoch nur eine Empfehlung und nicht einheitlich in den Landesbauverordnungen festgelegt. Lediglich die DIN 18065 rät zum Einbau.

Treppenpodeste gibt es in den unterschiedlichsten Typen. Das Mittelpodest wird zwischen hintereinanderliegende Treppenläufe eingeplant, während ein Wendepodest zwei- und gegenläufige Treppen miteinander verbindet. Ist eine Richtungsänderung angedacht, so werden die Absätze Eck- oder Viertelpodeste genannt. In welcher Größe ein Treppenpodest geplant wird, hängt vom vorhandenen Platz ab.

Treppenmaterial

Die Wahl des Materials – ein Leitfaden

Mit zu den wichtigsten Bereichen bei einer umfangreichen Treppenplanung gehört die Auswahl der Materialien. Diese tragen nicht nur zur Optik der Treppe bei, sondern verleihen ihr den individuellen Charme. Daher ist die Wahl des passenden Materials für Ihre Treppe ein weiterer wichtiger Bereich bei der individuellen Planung Ihres Wohnbereiches. Jedes Material hat eine andere Wirkung auf die Raumgestaltung und bringt auch entsprechend Vor- und Nachteile mit sich. Zudem haben Sie die Wahl, Treppen massiv oder offen konstruieren zu lassen.

Wohnlich mit Holz, modern mit Metall

Gerne werden Holztreppen ausgewählt. Holz vermittelt nicht nur eine warme und vor allem wohnliche Atmosphäre, sondern passt in viele Wohnbereiche. Zudem lässt es sich gut mit anderen Materialien kombinieren. Dabei haben Sie die Wahl aus Hart- und Weichholz. Letzteres sollte jedoch nur bei nicht stark beanspruchten Treppen ausgesucht werden. Allerdings ist der Pflegeaufwand von Holztreppen eher hoch und das Material kann sich im Laufe der Zeit unter Umständen abnutzen. Holz ist ebenfalls auf Betontreppen als Belag geeignet.

Aber auch Metalltreppen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, da sich der moderne Look in viele Wohnbereiche integrieren lässt. Mit Metallelementen sind auch filigrane Konstruktionen möglich, die sowohl hochglänzend als auch matt umsetzbar sind. Auch hier sind gestalterisch viele Möglichkeiten gegeben und die Pflege ist gering. Allerdings wirkt Metall beim Begehen mit den Füßen immer sehr kühl. Häufig finden sich Metalltreppen im Außenbereich. Im Innenbereich wird Metall wie Edelstahl oder Aluminium eher als Kombination verwendet.

Glas oder Stein – oder lieber in Kombination?

Glastreppen sind eher ungewöhnliche Varianten, die nicht alltäglich sind. Dennoch eignet sich auch dieses Material für den Treppenbau. Glas nimmt einer Treppe die Schwere und eignet sich vor allem für freie Konstruktionen. Das Material ist sehr pflegeleicht. Zudem ist die Oberfläche dank einer speziellen Beschichtung rutschsicher. Sollen die einzelnen Stufen nicht durchsichtig scheinen, können Glasverbunde eingebaut werden. Diese bestehen aus mehreren Glasschichten mit Spezialfolie zwischen den einzelnen Scheiben. So wird ein matter Effekt erzeugt. Auch mit Plexiglas lassen sich die Stufen so undurchsichtig machen.

Ein klassisches Treppenmaterial ist Stein, welches in verschiedenen Ausführungen und Farben erhältlich ist. Gerade Naturstein eignet sich ausgezeichnet für massive Treppen, denn es ist ein sehr strapazierfähiges Material. Zudem sind Steintreppen pflegeleicht und lassen sich fugenlos einbauen. Auch Stein kann mit anderen Materialien kombiniert werden, so dass die wuchtige, schwere Wirkung abgemildert werden kann. Stein kann auch hervorragend als Treppenbelag verwendet werden, hat aber gegenüber anderen Materialen den Nachteil, dass Stein schnell rutschig wird.

Beton – oben ohne oder mit Belag?

Beton ist das am häufigsten verwendete Material, wird jedoch meist nicht als alleinige Treppe eingebaut. Grundsätzlich ist dies jedoch auch ohne weiteres möglich, wenn die Oberfläche entsprechend behandelt wird. Auf die einzelnen Stufen können auch unterschiedliche Treppenbeläge wie Holz und Stein, aber vermehrt auch Metall und andere Materialien aufgesetzt. Betontreppen sind äußerst robust und haben eine hohe Abriebsfestigkeit. Zudem sind Betontreppen leicht zu reinigen.

In jeden Wohnraum passen verschiedene Materialien, die sich auch entsprechend miteinander kombinieren lassen. Auf welches letztlich Ihre Entscheidung fällt, hängt vom gesamten Einrichtungsstil ab. Auch hier kann Ihnen ein Fachmann bei der Auswahl helfend zur Seite stehen.

Kosten Treppe

Treppenkosten – Das müssen Sie ausgeben

Neben ästhetischen und ergonomischen Gesichtspunkten ist der Preis in vielen Fällen der wichtigste Aspekt der Treppenplanung. Je nach Größe und Ausführung der Treppe unterscheidet sich der Endpreis schnell um mehrere Tausend Euro. Auch der Planungsaufwand sowie die benötigte Arbeitszeit beim Einbau müssen bei der Kalkulation für die Kosten mit berücksichtig werden.

Vor allem das gewünschte Material macht hinsichtlich der Treppen-Kosten Unterschiede, denn durch eine unterschiedliche Vorbehandlung können entsprechende Arbeitsschritte notwendig werden. Auch gibt es jeweiliges Material in verschiedenen Qualitätsklassen, die sich preislich unterscheiden. Für welches Sie sich entscheiden, hängt von vielen Faktoren ab wie persönlichem Geschmack, Familienplanung, Hausgröße und Lebensstil. Zudem haben die verschiedenen Materialien jeweils Vor- und Nachteile, die Sie für die Entscheidung in Betracht ziehen müssen.

Das Material entscheidet über den Preis

Klassische Treppen aus Beton und Stein sind meist günstiger, als modernere Konstruktionen aus Glas oder Metall. Betontreppen sind bereits ab 1000 Euro erhältlich, wohingegen moderne Glaskonstruktionen ab 3500 Euro kosten. Holztreppen, ebenfalls eher klassisch, können bereits ab einem Preis von ungefähr 3000 Euro bei guter Qualität eingebaut werden. Dennoch müssen klassische Treppen nicht unattraktiver sein, denn viele Materialien lassen sich gut miteinander kombinieren und so einzigartige Designs schaffen. Zudem können Treppen mit unterschiedlichen Zusatzelementen ausgestattet werden, wenn Sie beispielsweise ein integriertes Treppenschutzgitter oder einen bestimmten Treppenbelag wünschen. Laminat, der auf Treppen verlegt werden kann, ist bereits für 15 Euro pro Quadratmeter erhältlich. Fliesen liegen preislich mit Kosten von ungefähr 40 Euro pro Quadratmeter darüber.

Mit Fertigelementen Kosten sparen

Auch ob Sie sich für Fertigelemente oder einen Zusammenbau in Ihrem Rohbau entscheiden, schlägt sich auf den Gesamtpreis nieder. Einzelne Elemente von Fertigtreppen werden in Fachfirmen vorgefertigt und vor Ort dann fachmännisch miteinander zu einer Treppe verbunden. Dies ist vor allem preislich ein positiver Aspekt, der Ihnen als Bauherr entgegen kommt. Wichtig ist in jedem Fall, dass Sie sich selbst von der Qualität sowie der Verarbeitung vorab informiert haben.

Bei der Planung Ihrer Treppe haben Sie die Möglichkeit, verschiedene Qualitäten der Materialien auszuwählen. Dies hängt letztlich von Ihrem eigenen Geldbeutel ab, denn jede Treppe ist ein individuell gestaltetes Element. Hilfe bei der Auswahl geeigneter Materialien, die auch in Ihrem Kostenrahmen liegen, kann Ihnen Ihr Treppenfachmann geben.