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Holztreppe knarrt

Holztreppe entknarren – So geht’s

Eine Holztreppe ist ein wunderschönes Naturprodukt, doch sie neigt leider dazu, zu arbeiten. Dies geschieht durch die Fähigkeit des Holzes Wasser zu speichern, dadurch dehnt es sich aus. Trocknet es dann wieder, zieht es sich zusammen und Risse können zurückbleiben. Dies ist im Grunde nicht zu verhindern und man kann auch den Treppenbauer nicht dafür verantwortlich machen. Im Laufe der Jahrhunderte haben die Menschen zahlreiche Tricks entwickelt, wie man das Knarren der Holztreppe beseitigen kann.

Großmutter kennt den Kniff

Unsere Großmütter haben die Holztreppe mit Schmierseife gewischt. Dabei nimmt man nicht wie üblich, mit Wasser verdünnte Schmierseife, sondern das pure Produkt und schmiert damit die knarrenden Stellen ein. Dies muss aber zu Beginn drei- bis viermal und später von Zeit zu Zeit wiederholt werden. Weil Schmierseife auf einer Treppe natürlich prinzipiell keine gute Idee ist, geriet dieser Trick in Vergessenheit. Man sollte also jegliche Reste der Schmierseife, die das Holz nicht aufgesogen hat, sehr gut entfernen, um Unfälle zu verhindern. Viele empfehlen, einen Nagel in die knarrende Stufe zu schlagen, um die Bewegung der Stufe zu verhindern, die das Knarren auslöst. Wer aber seine schöne Holztreppe nicht ruinieren will, sollte dieses Manöver doch lieber einem Fachmann überlassen.

Lücken und Ritzen auffüllen

Haben Sie eine Treppe mit Auflagestufen, die aneinander oder auf der Auflage knarren, können Sie dünne Gummistreifen unterlegen. Ist es nur eine kleine Stelle, reicht sogar ein gutes Gummiband oder ein Weckglasgummi. Ansonsten ist für längere und größere Problemzonen farbloses Silikon die wohl beste Lösung. Einige Opfer von knarrenden Treppen schwören auf Epoxidharz, das in die Ritzen geschmiert wird. Dies muss aber länger aushärten und riecht sehr unangenehm. Wer eine völlig natürliche Lösung will, nimmt echtes Bienenwachs und schmiert damit die Lücken und Ritzen zu. Leider ist die Variante nicht unbedingt billig und hält auch nicht für die Ewigkeit.

Treppe streichen

Treppe streichen – Schöner denn je

Will man nicht nur kleine Macken ausbessern, sondern die alte Holztreppe komplett neu streichen, ist einiges zu beachten. Schließlich will man meist trotzdem in das obere Stockwerk gelangen können und nicht warten, bis die neue Farbe der Holztreppe getrocknet ist. Wer die Treppe in einer völlig neuen Farbe streichen will, muss zuvor den Lack vollständig abtragen und oft in mehreren Schichten streichen. Möchte man aber die Holztreppe nur mit einem neuen Klarlack versiegeln, wird meist eine Schicht ausreichend sein. Doch auch die muss trocknen, je nach verwendeter Farbe kann dies bis zu drei Tage dauern.

Jede zweite Stufe streichen

Einer der praktikabelsten Tipps zum Streichen einer Holztreppe, die weiterhin benutzt werden muss, ist es wohl, zunächst jede zweite Stufe zu streichen und diese zu markieren. Nach der Trocknung kann man dann die jeweils ausgelassene Stufe streichen. Doch die Vorarbeiten sollte man keinesfalls auf diese Art durchführen. Alle Schleifarbeiten müssen in einem Gang erledigt werden, um nicht die bereits gestrichenen Stufen wieder zu ruinieren. Nach dem Abschleifen klebt man Pappe auf jede zweite Stufe. So kann in die durch das Schleifen geöffneten Poren des Holzes kein Schmutz eindringen. Will man zum Schluss die getrockneten Stufen nutzen, um die ausgelassenen Stufen anzustreichen, klebt man auf die fertigen Stufen für die Dauer der Arbeiten Pappe. Anderenfalls könnten Spritzer des Lacks darauf gelangen. Außerdem sind die frisch gestrichenen Stufen auch nach dem Trocknen noch eine Weile empfindlich.

Schnell trocknende Farbe für die Holztreppe

Wer diesen Aufwand scheut, kann besonders schnell trocknende Farbe kaufen, um die Holztreppe zu streichen. Aber obwohl diese Farbe oft deutlich teurer ist, hält sie dennoch meist nicht so lange. Besonders auf einer viel genutzten Treppe wird man dann die Arbeit bald wiederholen müssen. Außerdem muss sie in der Regel länger trocknen als angegeben, wenn man sie auf einer Holztreppe verwendet.

Treppenhaus gestalten

Gestaltungsmöglichkeiten für das Treppenhaus

Die Wohnraumgestaltung muss nicht erst hinter der Wohnungstür anfangen. Einige Besitzer von Mehrfamilienhäusern beginnen schon im Hausflur mit einem gewissen Wohnambiente. So können dort Teppichböden verlegt werden, der Wandanstrich und die Wanddekoration eher ansprechend gestaltet und  die einzelnen Treppenabsätze mit kleineren Möbelstücken oder Pflanzen verziert werden.
Eigenheimbesitzer gestalten ihren Hausflur fast immer wie einen Wohnraum.

Was bei der Treppenhausgestaltung beachtet werden muss

Bei der Gestaltung ist zum einen zu beachten, dass keine Stolperfallen entstehen. Teppichboden sollte daher fachgerecht verlegt und die Treppen mit Schienen gesichert sein. Für den Boden sollte unempfindlicher Teppichbelag verwendet werden, da viele Füße auf ihm auf und ab laufen. Eine große Auswahl an Bodenbelägen, unterschiedlichster Art, auch für Treppenhäuser, findet man auf: http://ww.teppich-stark.de. Nischen in Treppenabsätzen bieten sich für Pflanzen und kleinere Möbelstücke an, sollten jedoch niemals den Durchgang verhindern. Auch sollte ein Fluchtweg, bei einem Brand etwa, immer ohne Hindernisse gegeben sein. Die richtige Wanddekoration ist aus abriebsicherer Farbe und wird am Besten in dezenten Farben aufgetragen. Dabei ist es einerlei, ob es sich um einen einfarbigen Wandanstrich oder einen Anstrich mit Absätzen oder Mustern handelt. Eine optische Vergrößerung des Flurs erreicht man z. B. durch farbige Absätze.

Dekorationen im Treppenhaus

Die Besucher des Hauses erhaschen ihren ersten Einblick im Treppenhaus. Wie schön ist es da, wenn auch das Treppenhaus wie ein Wohnraum gestaltet wird? Dies ist mit wenig Aufwand möglich. Wenn die Treppenabsätze großzügig angelegt sind, kann man auf den einzelnen Etagen zum Beispiel Sitzmöglichkeiten, die das Erreichen der oberen Etagen erleichtern, unterbringen. Auch einige ausgewählte Bilder an den Wänden und jahreszeitliche Wanddekorationen verleihen dem Treppenhaus ein gewisses Ambiente und lassen es wohnlicher erscheinen. Ein Schuhregal im Parterre aufgestellt und ein Hinweis auf vorhandene Einweg-Pantoffeln, lassen so manchen Besucher den Dreck nicht durch das ganze Haus tragen. So etwas ist nicht nur in Eigenheimen möglich. Helle Lampen bei kleinen Hausfluren sorgen für die entsprechende Ausleuchtung und lassen das Treppenhaus größer erscheinen.

Man kann viel tun, sollte nur Ideen haben und gewisse Regeln beachten.

Treppenlexikon

Kleines Treppenlexikon – Von Antritt bis Zwischenpodest

Eine Treppe als solches setzt sich aus den unterschiedlichsten Elementen zusammen. Diese können in ihrer Form und Gestaltung variieren und tragen so zur Gesamtoptik und -Wirkung eines Treppensystems bei. Dennoch besteht eine Treppenkonstruktion immer aus folgenden Grundelementen:

  • Als Treppe oder auch Stiege wird die Aneinanderreihung von Stufen bezeichnet, die zusammen einen Auf- oder Abgang bilden. Eine Treppe dient dazu, Höhenunterschiede in Gebäuden zu überwinden und das mit möglichst hohem Komfort. Dabei lassen sich unterschiedliche Treppen unterscheiden.
  • Ein Podest kann einen geraden Treppenlauf unterbrechen. So wird besonders bei einer großen Stufenanzahl das Begehen erleichtert. Nach spätestens 18 Stufen sollte ein solches Podest eingeplant werden.
  • Stufen sind die Teile einer Treppe, auf denen die Benutzer hinauf- und hinabgehen. Diese gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen. Als Setzstufe wird das senkrechte Verbindungsteil zwischen Trittstufen bezeichnet.
  • Ein Handlauf wird verwendet, um einen bequemeren Gang auf der Treppe zu ermöglichen. Dieser sollte möglichst einen geometrischen Querschnitt aufweisen. Er kann sowohl am Geländer als auch an der Wand angebracht werden.
  • Mit dem Geländer erhält die Treppenkonstruktion eine Absturzsicherung. Je nach Absturzhöhe muss das Geländer ein entsprechendes Maß aufweisen. Zudem muss es so gestaltet werden, dass Kinder nicht darüber steigen können.
  • Pfosten stärken das Geländer und nehmen die Kräfte, die auf den Handlauf wirken. Auch diese Teile können unterschiedlich gestaltet werden.
  • Wangen dienen als Halt für die Stufen und können an diesen seitlich oder unterhalb angebracht werden.
  • Das Ende der Treppe wird als Austritt bezeichnet. Hier findet die Austrittstufe ihren Platz, die schmaler gehalten ist als die anderen Stufen. Der Antritt stellt das Gegenstück dar.

Diese Elemente ergeben zusammen eine Treppenkonstruktion. Durch die geschickte Gestaltung von Design und Form können Sie mit den einzelnen Teilen Ihre individuelle Treppe planen und fertigen lassen.

Definition Treppe

Definition Treppe – Auf den Punkt gebracht

Als Treppe wird ein Aufgang oder auch Abgang definiert, der aus mindestens drei aufeinanderfolgende Stufen besteht. Dabei wird die eigentliche Treppe auch als Treppenlauf bezeichnet. Eine Treppe setzt sich immer aus verschiedenen Elementen zusammen und kann unterschiedlich gestaltet werden. Sie stellt als solches in den eigenen vier Wänden ein prägnantes Element der Gestaltung dar, welches großer Beachtung bei der Planung bedarf.

Treppen lassen sich in der Definition grundsätzlich in Haupttreppen, Nebentreppen und Raumspartreppen unterscheiden, wobei erstere als einziger Zugang zu den Räumlichkeiten im Stockwerk darüber dient. Nebentreppen dienen dazu, Geschosse zu erreichen, in denen keine Aufenthaltsräume vorzufinden sind. Raumspartreppen werden hingegen zum Begehen von Dachböden, Spitzböden und anderen Dachräumen.

Treppenstufen Stein

Treppenstufen Stein

Es gibt zwei Grundtypen von Treppenstufen, die aus Stein gefertigt sind. Steinplatten können als Verkleidung eines Beton- oder Metallkorpus verwendet werden oder einzelne Stufenplatten aufgelegt werden. Bei der massiven Bauweise werden Steinblöcke und -quader entlang der zu überbrückenden Steigung gesetzt, oft durch Erdreich unterfüttert. Während Steinplatten zur Aufbringung auf Unterkonstruktionen meist aus glatten und stark bearbeiteten Oberflächen bestehen, kommen bei massiven Treppenstufen aus Stein oft Natursteine in weniger starker Bearbeitung zum Einsatz. In manchen Fällen werden mehrere Treppenstufen zusammen aus einem vorhandenen oder aufgebrachten Steinblock gehauen.

Purer Naturstein, Kunststein oder Materialmix

Eine weitere Unterscheidung stellen die Gruppen Natur- und Kunststein dar. Kunststein wird aus Quarz und Harz gemischt und kann durch die Beimischung von Farbpigmenten manchen Natursteinen sehr ähnlich nachempfunden werden. Kunststein ist robuster als Naturstein und liegt preislich im Bereich von Kalk- und Sandsteintreppen, die der günstigste Naturstein-Werkstoff sind. Materialmixe sind vor allem im Außenbereich beliebt und so können die dominierenden Steinarten, sowohl Natur- als auch Kunststein, beispielsweise mit Klinker- oder Backsteinen kombiniert werden. Insbesondere bei der Zusammensetzung der Treppenstufen aus so genannten Stellstufen, einzelnen Steinblöcken, kann mit dem Mix eine sehr individuelle und der Umgebung perfekt angepasste Treppe entstehen.

Die Optik sagt wenig über die Eigenschaften aus

Das Charakteristikum von Natursteinen sind die Oberflächen, die trotz eines ähnlichen Aussehens sehr unterschiedliche Eigenschaften haben können. Die kalkhaltigen Sorten wie Marmor, Gneis, Tonschiefer und alle anderen Kalksteine sind eher weich und reagieren empfindlich auf Säure, so dass sie meist nur im Innenbereich verbaut werden. Selbst gleiche Steinarten können beim Einsatz als Treppenstufen unterschiedliche Oberflächenfärbungen entwickeln, wie zum Beispiel spezielle Arten des bekannten Marmors aus Carrara, die sich gelblich entwickeln kann, aber nicht muss. Sehr harte und widerstandsfähige Natursteine sind Basalt und Granit, die für den Außeneinsatz gut geeignet sind. Optisch ist beim Granit kein Unterschied zwischen preiswerten und teuren Arten zu erkennen – die Art der Beanspruchung ist ausschlaggebend.

Treppenstufen Metall

Treppenstufen Metall

Vor allem im Außenbereich werden Treppenstufen aus Metall oft eingesetzt. Gitterroste oder gelochte Platten aus Edelstahl, Stahl, Aluminium oder Blech sind widerstandsfähige und witterungsfeste Tritte. Die Durchlässigkeit der Treppenstufen verhindert, dass sich Wasser, Schnee oder sonstige Ablagerungen auf die Treppenstufen legen und zu Rutschgefahr und Verrottung führen können. Durch Verzinkung oder der Nutzung von rostfreiem Edelstahl können die Treppenstufen aus Metall nicht verrotten und garantieren auch nach jahrelangem Einsatz noch Sicherheit und einen guten Erhaltungszustand.

Wendel- oder Spindeltreppen aus einem Guss

Besonders vorteilhaft sind Treppenstufen aus Metall bei Wendel- oder Spindeltreppen einsetzbar. Da die Geländer und Unterkonstruktion meist ebenfalls aus Metall besteht, können die Treppenstufen mit entsprechend angebrachten Verschraubungsmöglichkeiten oder durch Schweißen stabil und einfach montiert werden. Mit speziellen Schmiedetechniken wie beispielsweise dem Aufbringen von Antirutschkonturen sind die Auftritte sicher. Bei fachmännisch hergestellten Treppenstufen ist die Konstruktion wartungsfrei, da verzinkte oder eloxierte Oberflächen fast keine Abnutzungserscheinungen hervorbringen. Insbesondere bei sehr stark genutzten Treppen sind Stufen aus Metall die widerstandsfähigste Art, da sie auch gegenüber Stößen und dem fallen lassen von schweren Gegenständen vollkommen unempfindlich sind. Einzige Ausnahme sind lackierte Oberflächen, auf denen der Lack beschädigt werden kann, was aber durch eine Nachlackierung ohne viel Aufwand ausgebessert werden kann.

Für Innen ist Gusseisen eine Alternative

In der modernen und zeitgenössischen Architektur kommen Treppenstufen aus Metall auch vermehrt im Innenbereich zum Einsatz. Da in diesem Fall Feuchtigkeit und Wetter keine Rolle spielen, sind Treppenstufen aus Gusseisen eine beliebte Möglichkeit, außergewöhnliche Treppenstufen aus Metall einzusetzen. Die Schmiedekunst ermöglicht Gitterformen und ornamentale Strukturen, die einen antiken oder verspielten Auftritt hinterlassen. Gewollte optische Aspekte wie Grünspan oder Edelrost verstärken den historischen Eindruck und können in Kombination wie zum Beispiel einem Handlauf aus Holz nutzungsfreundlich eingesetzt werden. Allerdings sollte der Abrieb bedacht werden, der durch Grünspan oder Edelrost entstehen kann und durch Schuhsohlen von den Treppenstufen auf die angrenzenden Böden verteilt werden kann.

Treppenstufen Teppich

Treppenstufen Teppich

Wenn die Treppenstufen mit Teppich verkleidet werden sollen, eignen sich Betontreppen am besten als Unterbau. Auf ihnen können die Stufen gut verklebt werden, um die notwendige Rutschfestigkeit und Haltbarkeit zu erreichen. Anders als bei großflächiger Verlegung von Teppichboden oder Teppichen in Räumen muss das Material den Anforderungen auf Treppenstufen angepasst sein. Daher muss Teppich gewählt werden, der über einen dichten Flor und eine widerstandsfähige Kautschuk- oder Kunststoffschicht verfügt. Gleichzeitig muss die Oberfläche aus Fasern bestehen, die nicht zu glatt sein darf, um ein Ausrutschen zu verhindern.

Teilweise oder vollständige Teppichbelegung

Neben der kompletten Verkleidung der Treppenstufen mit Teppich sind auch Varianten mit Teppichstücken oder Matten möglich. Diese Lösungen eignen sich vor allem bei Treppenstufen, die aus Stein oder Holz bestehen. Die einzelne Teppichmatten werden umkettelt, damit sie nicht ausfransen. Wichtig ist die sichere Fixierung zum Beispiel durch zweiseitiges Klebeband. Wenn Treppenstufen nur teilweise mit Teppich belegt werden, werden andere Werkstoffe wie Holz und Stein nicht ihrer Wirkung beraubt und stellen einen zuverlässigen Rutschschutz dar. Bei der kompletten Verkleidung muss das Material, aus dem der Teppich besteht, eine hohe Qualität haben, da einzelne aus- oder abgetretene Stellen nur sehr aufwändig austauschbar sind. Da bei der Nutzung der Treppenstufen fast immer nur ein kleiner Trittbereich genutzt wird, bilden sich bei unzureichendem Material schnell Abnutzungsinseln und Trampelpfade.

Synthetik oder Natur ist Geschmackssache

Treppenstufen können mit rein synthetischen Teppichböden belegt werden, die es in jeder Farbe und Oberflächenstruktur gibt. Sie sind einfach verklebbar, lassen sich gut um Ecken und Absätze formen und können eine warme und gemütliche Optik ausstrahlen. Alternativ gibt es auch Teppiche aus Naturfasern wie Sisal, Bambus oder sogar gewebte Schlingenware, die in der Verarbeitung mehr Aufwand verlangen. So müssen die Stufenkanten und Abschlüsse meist mit zusätzlichen Befestigungen oder Verkleidungen versehen werden, da die natürlichen Teppichmaterialien oft nur schwierig oder gar nicht in rechte Winkel zu knicken sind.

Treppenstufen Fliesen

Treppenstufen Fliesen

Wer eine Betontreppe, Stahlbetontreppe, Steintreppe, geflieste Treppe, Estrichtreppe oder eine Natursteintreppe als Unterbau hat, kann die Treppenstufen mit Fliesen verkleiden. Fliesen verfügen über einen definierten Grad an Abriebsfestigkeit und können genau passend zur späteren Beanspruchung ausgewählt werden. Außer keramischen Fliesen sind auch Fliesen aus Glas, Naturstein und Ton erhältlich.

Gebrannte Keramik mit oder ohne Glasur

Für eine sehr natürliche Atmosphäre sorgen Fliesen aus Steingut, eine Mischung aus Quarz, Lehm und Ton. Da das Steingut eine poröse Oberfläche hat, ist es nur im Innenbereich einsetzbar. Mit einer hohen Brenntemperatur sind die Fliesen widerstandsfähig genug für den normalen Innenbetrieb, allerdings vertragen sie keine Feuchtigkeit. Das so genannte Steinzeug als Werkstoff, aus dem Treppenfliesen gebrannt werden, ist Feinkeramik, die mit äußerst hohen Temperaturen gebrannt wird Das Steinzeug hat eine hohe Dichte und verträgt auch Frost. Die Fliesen werden glasiert und ohne Glasur produziert und sind in beiden Formen sowohl für innen als auch für außen geeignet. Eine Steigerung der Dichte für den Einsatz bei sehr starker Nutzung der Treppenstufen beispielsweise im Eingangsbereich liefert das Feinsteinzeug, das kein Problem mit Wasser, Nässe und Feuchtigkeit hat und extrem unempfindlich gegen Abrieb ist. Bei den meist nicht mit einer Glasur versehenen Fliesen ist das fachmännische Verlegen besonders wichtig, um die positiven Eigenschaften zu erhalten.

Natur pur aus Jahrtausende altem Gestein

Unter dem Begriff Naturstein, aus dem Fliesen für Treppenstufen angeboten werden, sind drei Gruppen von Steinarten vulkanischen Ursprungs zusammengefasst. Basalt und Granit gehören zu den Erstarrungsgesteinen. Sie sind sehr widerstandsfähig. Die zweite Gruppe entstand über lange Zeiträume aus Gemischen, die sich aus Ablagerungen in Wasserläufen zusammensetzen. Zu den Sedimentsteinen gehört Jura-Kalk, dass ähnliche Eigenschaften wie Steingut aufweist und daher nur innen verwendet wird. Zum Umwandlungsgestein gehört Marmor und Schiefer. Der hohe Druck bei der Entstehung sorgt für Robustheit. Das rote Cotto ist auch als Terrakotta bekannt und muss imprägniert werden, um für Treppenstufen aus Fliesen geeignet zu sein.

Treppenstufen Holz

Treppenstufen Holz

Holz ist der älteste Treppenbau-Werkstoff und kann nur für die Stufen gewählt werden oder die gesamte Treppe einschließlich Geländer bestücken. Der Unterbau für die Treppenstufen kann ebenfalls aus Holz bestehen, aber auch Stahl- oder Steinkonstruktionen sind problemlos mit Holzstufen bestückbar. Bei der Wahl der Holzart spielt die Beanspruchung der Treppenstufen eine wichtige Rolle. Je stärker die Nutzung ist, umso härteres Holz kommt zur Verwendung. Werden die Treppenstufen im Außenbereich unter freiem Himmel montiert, ist ein umfangreiche Vorbandlung und dauerhafte Pflege notwendig.

Holzarten von Ahorn bis Zeder

Die meistverwendeten Hölzer für Stufen sind im Treppenbau Ahorn, Birke, Buche, Eiche, Esche, Fichte, Kirsche und Nussbaum. Auch Mahagoni und Bambus kommen zum Einsatz. Durch verschiedene Bearbeitungstechniken und Veredelungen können die Hölzer haltbarer gemacht und in der Optik verändert werden. Buche wird gerne riegel- oder stabverleimt und Esche durch Bleichung aufgehellt oder mittels Thermobehandlung zu einer kontrastreichen und starken Maserung geführt. Besonders variabel im Aussehen sind Treppenstufen aus Eichenholz, die geräuchert, geölt, gekälkt und lasiert werden können. Dadurch entstehen vollkommen unterschiedliche Farben und Maserungsintensitäten, die von hellem Weiß bis ins Dunkelbraune reichen. Gerade bei Geländern und Unterbauten aus eher sachlichen Werkstoffen wie Metall oder Zement wirken geschickt ausgewählte Treppenstufen aus Holz auf die komplette Atmosphäre der Räumlichkeiten.

Freie oder geschlossene Stufen

Bei allen Treppenarten von der freitragenden Treppe über Wendel- oder Spindeltreppen bis hin zu Bogen- und Wangentreppen können die Holzstufen einzeln aufgelegt und befestigt werden und die Leerräume zwischen den Stufen sorgen für einen gestalterisch leichten Eindruck. Reizvoll können auch massive und vollverschalte Montagen sein, die beispielsweise auch für abgeschlossenen Stauraum unter den Treppenstufen sorgen. Es gibt Treppen, die durchgängig aus einer Holzart bestehen und gleichmäßig bearbeitet sind. Wer ein besonderes Edelholz für die Treppenstufen bevorzugt, setzt oft nur die Trittbretter aus diesem Gehölz und verschalt den Rest der Treppenelemente mit einem günstigeren Holz, das dann lackiert wird.