Lauflinie Steigespur

Lauflinie und Steigespur – Das verbirgt sich dahinter

Eine Treppe sollte möglichst komfortabel und bequem geplant werden, um das darüber oder darunter liegende Stockwerk ohne Mühe erreichen zu können. Jeder Mensch ist zwar verschieden, doch auf der Treppe gibt es unterschiedliche Einflussfaktoren, die den Gang des Nutzers auf der Treppe beeinflussen.

Besonders bei gewendelten Treppen lassen sich die Abnutzungsspuren nicht mittig, sondern versetzt ausmachen. Dieser abweichende Verlauf wird Steigespur genannt. Diese Spur verläuft oftmals an einem anderen Punkt, als die Lauflinie angedacht war. Die Lauflinie ist die Mittellinie einer Treppe. Besonders wenn die Benutzer sich unsicher fühlen, ist eine Orientierung an die Wandseite erkennbar, denn dort droht keine Absturzgefahr. Viele Nutzer bevorzugen eher ein sicheres Gefühl und suchen sich den Weg mit dem breitesten Auftritt, der weg vom Treppenauge liegt. Die Steigespur kann durch eine ausreichende und bewusst gesetzte Beleuchtung verändert werden. Daher macht die Planung des Lichtkonzepts zusammen mit der gewünschten Treppenform Sinn.

Mit der Steigespur kann auch die Konstruktionslinie festgelegt werden. Diese ist für die endgültige Bauweise der Treppe sowie dem zugehörigen Geländer wichtig. So wird ein angenehmes Steigungsverhältnis angestrebt. In der Wissenschaft wird die Steigespur der unterschiedlichsten Treppen untersucht, um so die Sicherheit zu verbessern und optimale Maße für alle Treppenformen zu finden.