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Treppenberechnung

Treppenberechnung – Das sind die Basics

Nach der Definition ist eine Treppe eine Aneinanderreihung von mindestens zwei Stufen, die übereinanderliegende Stockwerke miteinander verbindet. Dabei ist eine Treppe weit mehr als nur eine Möglichkeit, ein anderes Stockwerk zu erlangen. Durch die Gestaltung bestimmt sie einen wesentlichen Teil der Raumwirkung. Doch um diese Wirkung auch optimal umzusetzen und die Treppe entsprechend aller Vorschriften in den Raum einbauen zu können, müssen Bauvorschriften und Normen eingehalten werden.

Die Höhe einer Stufe wird auch Steigung genannt. Als Auftritt wird die Tiefe einer Stufe betitelt. Die Summe aller Auftritte ergibt die Gesamtlänge der Treppe. Als besonders bequem wird eine Steigung mit einem Maß zwischen 15 und 20 Zentimetern gesehen, wobei 17 Zentimeter als am komfortabelsten betrachtet wird. Um den erforderlichen Raum einer Treppe zu berechnen, wird folgende Formel angewandt: a + 2s = 63 oder 65 Zentimeter. Danach wird die exakte Stockwerkhöhe benötigt. Meist liegt dieses Maß zwischen 220 und 270 Zentimetern. Wird das tatsächliche Maß durch die als komfortabel angesehenen 17 Zentimeter geteilt, ergibt sich die benötigte Anzahl der Stufen.

Nun wird die Schrittlänge minus der doppelten Stufenhöhe angesetzt und dieses Ergebnis mit der errechneten Anzahl der Stufen multipliziert. Zu diesem Ergebnis werden jeweils für den oberen und unteren Antritts- und Austrittsbereich ein Meter zusätzlicher Fläche dazu addiert. So ergibt sich die Treppenlänge. Um die gesamte benötigte Fläche für Ihre Wunschtreppe zu berechnen wird die Treppenlänge noch mit der Stufenbreite multipliziert.

Platzsparendere Varianten lassen sich ähnlich berechnen, doch die geraden Treppen, die mit den obigen Formeln ermittelt werden können, sind am sichersten und komfortabelsten zu begehen. Doch nicht immer kann auch eine solche Treppe umgesetzt werden. Was für Ihre eigenen vier Wände sinnvoll ist, kann Ihnen ein Fachmann erläutern, der gleichzeitig die Berechnung für Ihre Wunschtreppe durchführen kann.

Treppenmaße

Treppenmaße optimal berechnen

Für die Planung der Treppe ist wichtig festzulegen, in welchem Raum die Treppe eingebaut werden soll. Klassischer Weise werden die Zugänge zu den höherliegenden Stockwerken in Fluren geplant, aber gerade durch die immer beliebter werdende Variante des offenen Wohnens werden diese auch vermehrt in Wohnräumen verbaut. Wichtig dabei ist, dass sich eine Treppe in das gesamte Gestaltungsbild einfügt und nicht als Fremdkörper wirkt. Die Materialauswahl ist dabei ein wesentlicher Faktor, der dazu beiträgt. Aber auch die Gesamtfläche, die eine Treppe einnimmt. Daher ist es für den Planer der Treppe wichtig zu wissen, wie die Treppenmaße geplant werden sollen und diese zu ermitteln sind.

Diese Treppenmaße sollten Sie kennen

Grundsätzlich versteht man unter den Treppenmaßen die wichtigsten Maße an der Treppe. Dies sind neben der Steigung auch die Laufbreite sowie der Antritt. Ebenso ist das Schrittmaß sowie das Ausmaß des Treppenraumes wichtig. Daneben müssen weitere Maße ermittelt werden, um den Treppenlauf bequem und vor allem sicher planen zu können. Baurechtlich sind Treppenmaße von Wohngebäuden in der DIN 18065 festgelegt .

So sind die gesetzlich vorgeschriebenen Normen für folgende Bereiche einsehbar:

  • Treppendurchgangshöhe sowie Lichtraumprofil
  • Steigungshöhe
  • Stufenauftritt
  • Steigungsverhältnis
  • Laufbreite
  • Angaben zur Verziehung von Stufen bei gewendelten Treppen
  • Podesten und deren Anordnung
  • Höhe von Treppengeländern und deren Anordnung
  • Maß des Handlaufs und dessen Ausbildung
  • Zulässige Maßtoleranzen

Die Anwendung und Einhaltung der vorgeschriebenen Treppenmaße der DIN 18065 garantiert, dass auch die Anforderungen an die jeweils geltende Bauordnung eingehalten werden. Diese DIN-Norm enthält zusätzliche allgemeine Hinweise, die nochmals zusätzlich auf die Landesbauverordnung hinweist. Dies rührt daher, dass die einzelnen Bundesländer diese selbst festlegen und hier Abweichungen möglich sind. Sind keine genauen Angaben in den Verordnungen zu finden, müssen Sie die Wahl für geeignete Maße festlegen, jedoch immer die zulässigen Grenzwerte im Hinterkopf behalten. Ein Fachmann kann bei der Berechnung der Maße helfen und berät entsprechend aller wichtigen Regelungen.

Mit den richtigen Formeln zu den optimalen Treppenmaßen

Eine wichtige Formel bei der Treppenplanung ist die Schrittmaßregel, wobei s die Steigung sowie a der Auftritt ist.

2 x s + A = 63 bzw. 65 cm

Weiter gibt es die Sicherheitsregel:

S + a = 46 (+ / – 1)

und die Bequemlichkeitsregel:

a – s = 12 cm oder geringer

Diese Formeln werden angewandt, damit der Treppennutzer den minimalsten Aufwand beim Begehen der Treppe hat und alle ergonomischen Gesichtspunkte beachtet worden sind. Diese Anforderungen gelten für baurechtlich vorgeschriebene Treppen. Bei Nebentreppen können auch kleinere Maße umgesetzt werden. Doch auch hier sollte auf mögliche Gefahren geachtet und diese frühzeitig beseitigt werden.

Hierauf sollten Sie achten

Wichtig bei der Planung ist, dass die gesamte Konstruktion bequem zu begehen ist und die Breite entsprechend gewählt wird. Daher sollte die gewünschte Treppe von Beginn der Planung an mit in Betracht gezogen werden, um mit dem zur Verfügung stehenden nicht in Bedrängnis zu geraten. Bei der Planung selbst sind die entsprechenden Vorschriften einzuhalten, nicht nur auf Rücksicht auf Ihre eigene Sicherheit. Stufen, Schrittmaß und alle Abstände sind entsprechend zu wählen. Dies ist auch im Alter ein Vorteil. Fachleute können bei der Berechnung der Treppenmaße helfen und kennen die geltenden Verordnungen.

Treppennorm

Die Treppennorm DIN 18065

Zahlreiche Baugesetze, Normen und Richtlinien, müssen bei der Treppenplanung beachtet werden. Bei Nichteinhaltung der Treppennorm drohen im Unglücksfall hohe Kosten, da diese dann nicht von Kranken-, Unfall- oder Haftpflichtversicherung getragen werden. Die Umsetzung muss daher vom Bauherren genauestens durchdacht werden. So ist für jedes Treppenelement in einer Norm geregelt, wie dieses zu gestalten und umzusetzen ist.

Relevant für die Planung von Treppen ist die DIN 18065, welche die maßlichen Anforderungen an Treppen regelt sowie die DIN DIN 18040-1. In dieser werden die Anforderungen für barrierefreies Bauen festgelegt. Ebenso ist die Bauverordnung wichtig, denn auch hier sind alle sicherheitsrelevanten Details für den Treppenbau geregelt. Allerdings sind diese in jedem Bundesland unterschiedlich festgelegt. Für Sie als Bauherr gilt es daher, sich entsprechend über die Treppennormen zu informieren. Wichtig ist, dass die Richtlinien sowohl bei der Ausführung im Rohbau als auch bei der endgültigen Montage der Treppe eingehalten werden.

Ihr Fachhändler kann Ihnen bei der Umsetzung geltender Treppennormen und Richtlinien helfen.

Treppenstufen Maße

Treppenhöhe und Treppenstufen – Die richtigen Maße finden

Die Treppenhöhe wird auch als Treppenlauf- oder Geschosshöhe bezeichnet und stellt in der Treppenplanung ein bedeutendes Maß dar. Aus ihr ergeben sich die Maße der Treppenstufen. Die Durchgangshöhe, oder auch Kopfhöhe genannt, ist ebenso wichtig. Das lichte Maß muss senkrecht von der Vorderkante der Stufen bis zur Unterkante der Decke gemessen werden und darf ein Mindestmaß von 200 Zentimetern nicht unterschreiten. Addiert man die einzelnen Steigungen miteinander, die zwischen zwei Stockwerken geplant ist, so kann ebenfalls die Treppenhöhe rechnerisch ermittelt werden. Gemessen wird ab der Oberfläche des Bodens bis zur Oberkante im nächsten Geschoss. Ist ein Zwischenpodest vorgesehen und soll diese Höhe ermittelt werden, ist nach der Treppenlaufhöhe gefragt. Endet die Steigung unterhalb der Geschossdecke und bildet diese dann die Austrittsstufe, so wird der Begriff Geschosshöhe bevorzugt.

Treppenstufen Maße und Treppenhöhe – am Beispiel erklärt

Für alle Werte gibt es Richtlinien mit entsprechenden Formeln, die im gesamten Treppenbau angewandt werden können. Anhand eines Beispiels mit der Treppen- bzw. Geschosshöhe lässt sich die Wichtigkeit dieses Maßes verdeutlichen:

Gegeben ist eine Höhe von der Oberkante der Stockwerkdecke bis zur Oberkante des Bodens ein Maß von 265 Zentimetern. Bequem wird eine Steigungshöhe von 17 Zentimetern angesehen, dieser Wert kann jedoch variieren. Um die genaue Anzahl der Stufen zu ermitteln, wird die Geschosshöhe 265 Zentimeter durch die Steigungshöhe 17 Zentimeter dividiert. Das Ergebnis wird abgerundet und ergibt eine Anzahl von 15 Steigungen bzw. Treppenstufen. Wird nun die Treppenhöhe von 265 Zentimetern durch diese 15 Stufen geteilt, ergibt sich eine exakte Steigungshöhe (die Maße der Treppenstufe) von 17,66 Zentimetern. Weiter lässt sich so auch die Auftrittsbreite ermitteln, indem das durchschnittliche Schrittmaß von 63 Zentimetern, in Ausnahmefällen auch 65 Zentimeter mit der doppelten Steigungshöhe multipliziert wird. Auch dieses Ergebnis wird gerundet. In diesem Beispiel ergibt sich eine Auftrittsbreite von 28 Zentimetern. Auch die gesamte Treppenlänge kann mit diesen Angaben weiter berechnet und so der konkrete Platzbedarf festgelegt werden.

Worauf man achten sollte

Grundsätzlich gilt, dass die Stufen innerhalb eines Stockwerkes eine gleiche Höhe aufweisen. Auch die Lauflinie ist innerhalb eines Stockwerkes einheitlich und somit auch die Stufenbreite. Hier müssen ebenfalls alle rechtlichen Vorschriften sowie die Sicherheits- und Bequemlichkeits- aber vor allem die Schrittmaßregel eingehalten werden.

Bei Wohngebäuden mit nicht mehr als zwei Wohneinheiten darf das Steigungsverhältnis bei unterschiedlichen Treppenläufen differieren. Innerhalb der Treppe muss dies jedoch einheitlich umgesetzt werden. Bei gewissen baulichen Gegebenheiten sind von den einzelnen Maßen auch Abweichungen möglich und Toleranzen werden akzeptiert. Diese sollten bei Auftritt und Steigung das Nennmaß jedoch nicht mehr als 0,5 Zentimeter unterschreiten. Dieses Maß darf ebenfalls nicht bei benachbarten Treppenstufen um diese Toleranz abweichen. Werden Treppenläufe vorgefertigt, sind ebenfalls Abweichungen um bis zu 1,5 Zentimeter vom Sollmaß möglich. Dies gilt jedoch nur in Wohngebäuden mit zwei oder weniger Wohneinheiten.

Wichtig bei der Bestimmung der Treppenhöhe sowie der Berechnung der Maße der Treppenstufen und Werten ist, dass die Planung exakt durchgeführt und alle Maße eingehalten werden. Nicht nur aus Gründen der Sicherheit ist dies wichtig. Auch aus ergonomischen Aspekten sollten Sie als Bauherr und Treppenplaner alle Normen und festgelegten Werte einhalten. Nachträgliche Änderungen oder nicht passende Bauelemente können schnell zu teuren Folgekosten führen. Im Zweifelsfalle können Sie für die Treppenplanung auch einen Fachmann hinzuziehen, der Sie entsprechend berät.

Treppenstufen berechnen

Treppenstufen berechnen – Training für die grauen Zellen

Treppen sollen möglichst bequem zu begehen sein. Um dies zu realisieren, ist eine bestimmte Anzahl an Stufen notwendig. Werden zu viele Stufen verbaut, wird die Treppe zu steil und die Unfallgefahr erhöht sich deutlich. Andersherum benötigt eine zu flache Treppe zu viel Raum. Daher sollten Sie bei der Treppenplanung immer die optimale Stufenanzahl einplanen, um eine bequeme Steigung zu ermöglichen.

Die optimale Stufenanzahl

Um die genaue Anzahl der Stufen festlegen zu können, muss die exakte Geschosshöhe bekannt sein. Dieser Wert wird durch den Wert 17 Zentimeter geteilt. Dieses Maß rührt aus den Erfahrungen her, bei welchem Steigungsverhältnis eine Treppe bequem begangen werden kann. Das Ergebnis aus der Formel:

Geschosshöhe : (bequemes) Steigungsverhältnis = Anzahl Treppen

ergibt die Anzahl der Treppenstufen.

Der Wert wird abgerundet und anschließend durch die Geschosshöhe geteilt. So wird die exakte Steigungshöhe ermittelt. Weiter kann mit diesem genauen Steigungswert auch die nötige Stufentiefe berechnet werden. Mit der Formel:

63 cm – doppelte Steigungshöhe

kann die Tiefe der einzelnen Stufe exakt berechnet werden. Mit diesen Werten kann letztlich auch die gesamte Treppenlänge ermittelt und mit Hilfe der gewünschten Laufbreite der notwendige Platzbedarf ermittelt werden. Dies gilt jedoch nur bei einer geraden Treppe. Werden Podeste eingeplant oder handelt es sich um Raumspartreppen, muss entsprechend die Formel für eine exakte Berechnung der Treppenhöhe anders angewandt werden.

Schrittmaß

Schrittmaß berechnen – So wird’s gemacht

Eine bequeme Treppe ist nach ergonomischen Gesichtspunkten konstruiert. Daher spielt das menschliche Schrittmaß eine wichtige Rolle bei der Treppenplanung. Bezeichnet wird dabei der Abstand von der einen Fußhinterkante zur anderen beim Gehen. Bei einem normalgroßen Erwachsenen liegt dieses Maß zwischen 59 und 65 Zentimetern, wobei meist das Mittelmaß von 63 Zentmetern angesetzt wird.
Das Schrittmaß ergibt sich rechnerisch für die Treppenplanung aus der zweifachen Steigung (s) bzw. der doppelten Stufenhöhe (h) und dem Auftritt (a) oder auch Auftrittsbreite (b). So lässt sich die folgende Formel ableiten:

2 x s + a = 63 cm oder 2 x h + b = 63 cm

Dieser Wert ist wichtig, wenn das optimale Steigungsverhältnis der geplanten Treppe mit Hilfe der Schrittmaßregel bestimmt werden soll. Ist ein bestimmtes Maß gewünscht, kann die Formel entsprechend umgestellt und das fehlende Maß berechnet werden.

Das Steigungsverhältnis wird dabei aus dem Verhältnis der Steigung (h) zur Auftrittsbreite (b) errechnet. Ein guter Wert ergibt sich bei Wohnhaustreppen mit einem Verhältnis von 17:29 und einer Steigung von ungefähr 30°. Letztlich sind die vielfältigsten Kombinationen der Steigungshöhe und Auftrittsbreite möglich, sofern die Grenzmaße 59 und 65 Zentimeter eingehalten werden. Ebenso muss die Norm DIN 18065 berücksichtigt werden, um die größtmögliche Sicherheit zu garantieren.

Treppenlauflänge

Treppenlauflänge berechnen mit DIN 18065

Die gesamte Länge einer Treppe muss für den exakten Platzbedarf ermittelt werden, um nicht in Bedrängnis zu geraten. Welche Vorschriften dabei berücksichtigt werden müssen, verrät die DIN 18065. Laut dieser DIN-Norm wird die Treppenlauflänge als Grundrissmaß der Vorderkante an der Antrittsstufe bis hin zur Vorderkante der Austrittsstufe gemessen. Dies wiederum bedeutet, dass nicht die Steigung zur Berechnung berücksichtigt wird, sondern die Messung der Treppenlauflänge horizontal erfolgt. Gleichzeitig bedeutet dies auch die Summe aller Auftritte. Gültigkeit hat dies für gerade Treppenläufe. Für platzsparende Varianten in Bogenform oder gewendelter Ausführung ist die Treppenlauflänge nicht geregelt.

Die Treppenlauflänge kann auch mit Hilfe einer Formel berechnet werden. Hierzu werden alle Steigungen miteinander addiert, von dieser Anzahl 1 subtrahiert und das Ergebnis mit der Auftrittsbreite multipliziert. Es kann ebenso die Anzahl der Auftritte mit der gewünschten Auftrittstiefe multipliziert und das Ergebnis mit der Breite der Austrittsstufe addiert werden. Beide Varianten ergeben die Lauflänge der Treppe, sofern es sich um eine gerade Form handelt.

Bei gewendelten Treppen und Spindeln ist die Berechnung komplizierter und das nötige Fachwissen muss vorhanden sein. Nur so können Sie auch sicher gehen, dass Ihre Treppe allen Anforderungen der Landesbauverordnung sowie der DIN 18065 entspricht.

Treppensteigung berechnen

Treppensteigung berechnen – So wird’s gemacht

Die Treppe ist ein Bauelement, welches durch verschiedene Richtlinien, Werte und Normen möglichst ergonomisch gestaltet werden soll. Dies dient letztlich nicht nur der eigenen Sicherheit, sondern macht das Begehen komfortabel und bequem. Doch um entsprechende Werte einzuhalten, müssen diese berechnet werden.

Dabei wird von der Schrittlänge eines Erwachsenen ausgegangen, die üblicherweise bei ca. 63 bis 65 Zentimetern auf einer flachen Linie bei durchschnittlicher Körpergröße liegt. Dieses Maß ist für die Berechnung des Steigungsverhältnisses wichtig. Ebenso wird das Verhältnis von Steigungshöhe zur Austrittstiefe der geplanten Treppe benötigt. Grundsätzlich ist es möglich, das Steigungsverhältnis auf drei Wegen zu berechnen.

Der Franzose Blodel erstellte die Gleichung 2 x s + a = 63 bzw. 65 Zentimeter. Dabei wird mit s die Steigung und mit a das Maß des Auftrittes festgelegt. Anwendbar ist diese seit 1683 geltende Formel bei Treppen mit einer Steigung von 22° bis 45°. Beachtet werden muss hierbei jedoch, dass sich seit der Erstellung der Formel auch die Körpergröße deutlich verändert hat. Manche Planungen erfassen daher als Schrittmaß Angaben, die über 65 Zentimetern liegen.

Beträgt die Neigung ungefähr 30°, dann kann auch eine deutlich vereinfachte Formel, die sogenannte Bequemlichkeitsformel angewandt werden. Diese lautet a – s = 12 cm. Die Auftrittstiefe ist laut dieser Formel 12 Zentimeter höher als die Steigungshöhe.

Auch mit der letzten Formel lässt sich das Steigungsverhältnis ermitteln. Die Sicherheitsformel a + s = 46 cm schließt zu kleine Auftrittsbreiten auf der Treppe aus, da bei dieser Formel vor allem eine sichere Auftrittsbreite festgelegt werden soll.

Als optimales Steigungsverhältnis hat sich im Laufe der Zeit der Quotient 17 cm Steigungshöhe sowie 29 cm Auftrittstiefe ergeben. Dieser wird bei der Treppenplanung als besonders ergonomisch gesehen und daher gelten Treppen mit diesen Werten als besonders komfortabel. Damit auch Ihre Treppe allen gängigen Sicherheitsregeln gerecht wird, steht Ihnen auch Ihr Treppenfachmann zur Seite.

Lauflinie Steigespur

Lauflinie und Steigespur – Das verbirgt sich dahinter

Eine Treppe sollte möglichst komfortabel und bequem geplant werden, um das darüber oder darunter liegende Stockwerk ohne Mühe erreichen zu können. Jeder Mensch ist zwar verschieden, doch auf der Treppe gibt es unterschiedliche Einflussfaktoren, die den Gang des Nutzers auf der Treppe beeinflussen.

Besonders bei gewendelten Treppen lassen sich die Abnutzungsspuren nicht mittig, sondern versetzt ausmachen. Dieser abweichende Verlauf wird Steigespur genannt. Diese Spur verläuft oftmals an einem anderen Punkt, als die Lauflinie angedacht war. Die Lauflinie ist die Mittellinie einer Treppe. Besonders wenn die Benutzer sich unsicher fühlen, ist eine Orientierung an die Wandseite erkennbar, denn dort droht keine Absturzgefahr. Viele Nutzer bevorzugen eher ein sicheres Gefühl und suchen sich den Weg mit dem breitesten Auftritt, der weg vom Treppenauge liegt. Die Steigespur kann durch eine ausreichende und bewusst gesetzte Beleuchtung verändert werden. Daher macht die Planung des Lichtkonzepts zusammen mit der gewünschten Treppenform Sinn.

Mit der Steigespur kann auch die Konstruktionslinie festgelegt werden. Diese ist für die endgültige Bauweise der Treppe sowie dem zugehörigen Geländer wichtig. So wird ein angenehmes Steigungsverhältnis angestrebt. In der Wissenschaft wird die Steigespur der unterschiedlichsten Treppen untersucht, um so die Sicherheit zu verbessern und optimale Maße für alle Treppenformen zu finden.

Treppengeländer Vorschriften

Treppengeländer Vorschriften – Sicherheit geht vor

Hinweis: Besprechen Sie sicherheitsrelevante Informationen mit Ihrem Fachhändler. Wir können leider keine Gewähr auf Angaben zu Geländerhöhen etc. geben.

Treppengeländer sind wichtige Teile einer Treppe, die eine seitliche Barriere darstellen. Anzubringen sind sie an der freien Seite von Treppen selbst, aber auch an Podesten und Treppenöffnungen. Auch hier gilt es, die geltenden Richtlinien und Vorschriften einzuhalten, um den größtmöglichen Unfallschutz an Ihrer Treppe zu garantieren.

Sicherheit dank Vorschriften

Dabei sind Treppengeländer grundsätzlich so zu gestalten, dass diese nur schwer von Kindern überwunden werden können. Bei Wohngebäuden mit mehr als zwei Wohnungen ist zudem ein lichtes Maß von 12 Zentimetern oder geringer zwischen den Geländerteilen einzuhalten, wenn Kinder anwesend sind. Andernfalls ist laut Vorschrift ein Abstand von bis zu 18 Zentimetern zulässig. Allerdings sollten Sie auch an eventuellen Besuch mit kleinen Kindern denken.

Treppengeländer sind anzubringen, wenn die Absturzhöhe mehr als 150 Zentimeter beträgt. Dann muss die Geländerhöhe nach DIN 18065 mindestens 90 Zentimeter betragen. Bei einer Absturzhöhe von mehr als zwölf Metern beträgt das Mindestmaß des Geländers laut Vorschrift 110 Zentimeter. Allerdings ist dies auch abhängig von der Breite des Treppenauges. Auch die Stabilität muss sichergestellt sein. Ein Treppengeländer muss einer horizontalen Krafteinwirkung von bis zu 500 N/m standhalten können.

Das Treppengeländer attraktiv gestalten

Als Geländerausfachung können dabei Stäbe aus vertikalen Bauelementen, Gitter und Maschen als auch plastische Figuren oder Ornamente eingebaut werden. Ebenso ist es möglich, die Geländerfüllung vollflächig auszukleiden oder horizontale Kniegurte, Seile oder Stäbe anzubringen. Bei letzterem muss jedoch ausgeschlossen werden, dass Kinder das Geländersystem als Leiter nutzen und so über das Geländer fallen könnten. Die Materialien, mit denen eine solche Geländerausfachung eingearbeitet werden kann, sind unterschiedlich.

An Treppengeländer können Handläufe angebracht werden. Handlauf und Treppengeländer sollten möglichst auf einer Höhe liegen, um die bequemste Nutzung zu ermöglichen. Ist das Treppengeländer höher, sollte der Handlauf zwischen 80 und 115 Zentimetern angebracht sein, da dies für Erwachsene als ergonomisch gilt. Wie ein Treppengeländer grundsätzlich für Ihre Wunschtreppe aussehen kann, können Sie auch mit Ihrem Treppenfachmann besprechen.