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Treppen verkleiden

Treppenverkleidung – Ein kleiner Materialführer

Durch die tägliche Nutzung der eigenen Treppe kann diese im Laufe der Zeit unschön aussehen und entsprechende Gebrauchsspuren aufweisen. Sollte eine Treppe nach einigen Jahren abgenutzt wird, können Sie eine Treppenverkleidung anbringen und so die Abnutzspuren beseitigen. Eine Treppenverkleidung gibt dem Material darunter zusätzlichen Schutz. So können Sie gerade bei empfindlicheren Treppen auch für eine längere Lebensdauer sorgen und bereits im Vorfeld für ein minimales Abnutzungsbild sorgen. Eine solche Treppenverkleidung können Sie zudem kostengünstiger austauschen, als eine gesamte Treppe.

Die günstigen Varianten: Teppich oder PVC

Die bekannteste Art eines Treppenbelages sind Matten aus Teppich, die einfach mit doppelseitigem Klebeband auf die Stufen geklebt werden. So entsteht eine feste Verbindung mit der Treppe, die zusätzliche Rutschsicherheit bietet. Auch Teppich in Bahnen eignet sich, um die Stufen wieder zu verschönern. Hier ist der Verlegeaufwand jedoch wesentlich höher, als bei einfachen Matten. Beide Varianten erhöhen zudem den Schallschutz.

Als Treppenverkleidung können Sie auch PVC oder Linoleum verlegen. Dieser wird mit speziellem Kleber und einer speziellen Spachtelmasse zum Ausgleich auf die Stufen geklebt. Um die Stufenkanten gerade werden zu lassen, sind Winkel aus Metall oder anderen Materialien zu empfehlen. Wangentreppen können auf diese Weise vollständig neu gestaltet und unschöne Stellen abgedeckt werden. Vorteilhaft bei diesem Material sind die guten Pflegeeigenschaften.

Wohnlich-elegant: Holz und Fliesen

Auch Laminat oder Vollholzelemente können Sie bei Verschleißerscheinungen für Treppenelemente herannehmen. Die einzelnen Teile müssen aus Maß geschnitten und anschließend sauber auf den Treppenstufen verlegt werden. Für die Trittkante muss eine entsprechende Schiene mit verbaut werden. Diese kann verdeckt oder sichtbar sein. Fixiert werden die einzelnen Teile für die Treppenverkleidung mit Montagekleber, der entsprechend verarbeitet sein muss.

Auch Fliesen eignen sich als Treppenverkleidung. Natursteinfliesen oder solche aus Keramik sind äußerst robust und pflegeleicht. Erhältlich sind Fliesen in unterschiedlichen Größen. Vorzugsweise sollten immer möglichst große Elemente auf der Treppe angebracht werden. Verlegefugen bedeuten einen deutlichen Mehraufwand, und sehen zudem optisch nicht immer gut aus. Auch Feuchtigkeit ist bei dieser Treppenverkleidungsvariante kein Thema, denn im Gegensatz zu Holz oder Laminat sind Fliesen unempfindlich und brauchen keine zusätzliche Pflege. Ebenfalls können Sie eine Treppenverkleidung Glas oder Metall in Betracht ziehen.

Hierauf sollten Sie achten

Treppen aus Beton werden meist noch mit entsprechenden Treppenverkleidung ausgestattet, denn eine reine Betontreppe passt meist nur in moderne Wohnstile. Doch egal für welche Variante Sie sich entscheiden: Wichtig ist bei der Auswahl des passenden Treppenbelages, dass die Sicherheit der Treppe nicht beeinträchtigt wird. Der Mix aus verschiedenen Materialien kann einen besonderen Reiz ausmachen.

Wenn Sie sich für eine bestimmte Treppenverkleidung entscheiden, müssen Sie darauf achten, dass dieser auch zum bereits vorhandenen oder geplanten Untergrund passt. Holz beispielsweise ist ein natürlicher Werkstoff, der arbeitet. So können darauf verarbeitete Treppenverkleidungen reißen und Schaden nehmen. Daher sollten Sie die Treppenverkleidung mit Bedacht auswählen und sich bei Unsicherheiten von Ihrem Fachmann beraten lassen, um spätere Kosten zu vermeiden.

Antirutschbelag

Antirutschbelag – Sicherheit auf der Treppe

Das Material einer Treppe kann durch Nässe und andere Einflüsse rutschig werden. Auch die tägliche Nutzung kann zu glatten Stellen führen. Mit einem Antirutschbelag können Sie dem vorbeugen und die Sicherheit auf der Treppe weiterhin gewährleisten.

Als Antirutschbelag können neben unterschiedlich geformten Matten auch Antirutschstreifen, Platten oder Kantenprofile dienen. Diese werden auf den einzelnen Stufen befestigt und sorgen dort für Sicherheit. Ein Antirutschbelag mindert jedoch nicht nur die Sturzgefahr, sondern kann auch einzelne Stufen optisch voneinander abheben. Dies ist ein weiterer Sicherheitsfaktor, der durch einen Antirutschbelag erzielt werden kann. Zudem wird durch einen Antirutschbelag auch das Material Ihrer Treppe geschont.

Treppenhandlauf

Treppenhandlauf – Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Ein Treppenhandlauf ist ein zusätzliches Sicherheitselement an einer Treppe. Es dient in erster Linie als unterstützendes Element, welches Gangunsicherheiten vorbeugen soll. Weiter hilft es gerade körperlich beeinträchtigten Personen dabei, eine Treppe bequemer und komfortabler zu benutzen – in beide Richtungen. Aus Sicherheitsgründen ist bei einem Treppenlauf von mehr als vier Stufen ein solcher Treppenhandlauf anzubringen. Ein Treppenhandlauf kann mit einem Treppengeländer kombiniert und dort befestigt werden. Dabei kann dieser sowohl direkt darauf oder treppenseitig angebracht sein.

Das richtige Maß finden

Wie viele Handläufe an einer Treppe mit eingeplant werden müssen, ist von der genauen Stufenbreite abhängig. So muss bei Maßen mit mehr als 150 Zentimetern beidseitig ein Treppenhandlauf angebracht werden, darunter nur an der rechten Abwärtsseite. Ab einem Maß von 400 Zentimetern muss auch mittig ein Zwischenlauf angebracht werden, um die nötige Sicherheit zu gewährleisten. Am Ende der Treppe sollte ein Treppenhandlauf nicht einfach enden, sondern er sollte, falls es der Platz für den Treppenraum zulässt, ungefähr 30 Zentimeter über den Treppenlauf hinausgehen.

Die Höhe, in der ein Treppenhandlauf befestigt wird, beträgt zwischen 80 und 115 Zentimeter, wobei für Erwachsene ein Maß von 90 Zentimetern als angenehm empfunden wird. Um sich nicht zu verletzten ist ein Abstand von mindestens fünf Zentimetern von einer Wand zu wählen. Ist der Treppenhandlauf mit am Geländer befestigt, sollten beide Elemente eine einheitliche Höhe haben.

Weitestgehend sind in der DIN-Norm 18065 alle Anforderungen an einen sicheren Treppenlauf aufgeführt, die auch so in die Landesbauverordnungen auftreten. Allerdings gibt es Ausnahmen, die in den Bundesländern einzeln geregelt sind. Bei der Planung der gesamten Treppe sind die geltenden Normen und Richtlinien zu berücksichtigen, denn die eigene Sicherheit kann ansonsten auf dem Spiel stehen.

Beim Kauf auf den richtigen Griff achten

Für die Form des Treppenhandlaufes sollte eine Form gewählt werden, die sicheres Umgreifen möglich macht und niemand in störenden Elementen hängen bleiben kann. Geometrische Formen mit einem Durchmesser zwischen vier und sechs Zentimetern sind dabei günstig. Ungeeignet sind flache, kantige Formen sind hingegen nicht geeignet. Wichtig bei der Befestigung ist, dass die Verankerungselemente nicht störend auf den Greifraum wirken und so sicheres Auf- und Absteigen auf der Treppe beeinträchtigen. Sinnigerweise ist eine Anbringung dieser Halterungen auf der Unterseite des Treppenhandlaufes sinnvoll, ist jedoch von der tatsächlichen Ausführung abhängig.

Treppenschutzgitter

Treppenschutzgitter – Unfälle vermeiden

Zusätzlich können an Treppen auch Treppenschutzgitter angebracht werden. Diese dienen in erster Linie dazu, dass Kinder nicht ungeachtet auf die Treppe gelangen und sich dort verletzen können. Besonders wenn Babys zu krabbeln oder später zu laufen beginnen, ist ein solches Utensil äußerst hilfreich und viele Eltern wissen ein solches Gitter am Treppenlauf schnell zu schätzen.

Treppenschutzgitter gibt es als fest installierte Varianten, die bei der Treppengestaltung bereits im Vorfeld mit eingebunden werden oder als Systeme, die nachträglich installiert werden können. Die Befestigung kann dabei an fast alle Treppengeländer angebracht werden. Nachträglich installierte Treppenschutzgitter haben den Vorteil, dass Sie je nach Bedarf angebracht und entfernt werden können. Allerdings halten solche Systeme meist nur, wenn sie mit Schrauben fixiert werden.

Treppenbeleuchtung

Treppenbeleuchtung – Die Treppe ins richtige Licht setzen

Um eine Treppe sicher begehen zu können, müssen auch entsprechende Lichtverhältnisse herrschen. Nur so kann sichergestellt werden, dass Sie oder andere sich nicht in Gefahr begeben. Daher gibt es auch für die Treppenbeleuchtung Vorschriften und Gesetze, die bei der Planung beachtet werden müssen.

So sind Lichtschalter so anzubringen, dass diese leicht zu erreichen sind, auch auf Podesten. Zudem sollte eine gute Treppenbeleuchtung installiert werden, die die Stufen gut erkennbar macht. Direkte und indirekte Lichtelemente an Wand und Decken sind hierbei gängig. Doch dank neuester LED-Technik kann auch die Treppe selbst mit Lichtelementen gestaltet werden. So setzen Sie mit farblichen LEDs optische Akzente und tragen durch die zusätzliche Treppenbeleuchtung nochmals zur eigenen Sicherheit bei. Der Fachmann kann bei der Planung hierbei gute Ratschläge mit einbringen.